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21.09.2018, 18:38 Uhr | Melanie Wehrle

Tosender Applaus und eindringliche Worte

Angela Merkel begeistert in der Römerhalle empfangen / Hessen ist nicht Berlin

Am Sonntag (28.) wird in Hessen gewählt. Hessens CDU-Generalsekretär Manfred Pentz, der aus Groß-Zimmern stammt, hatte die Kanzlerin nach Dieburg in seinen Heimatwahlkreis geholt.

Aber nicht nur Wahlkampf, sonder auch Geburtstagswünsche gab es!

Zum 100. gratuliert sogar Angela Merkel; Elisabeth Blank aus Dieburg feiert am Tag des Kanzlerinnen-Besuchs Geburtstag

Motiviert und kämpferisch hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag in der Dieburger Römerhalle präsentiert. Unter tosendem Applaus war die Kanzlerin zuvor in die mit rund 550 Zuhörern besetze Römerhalle eingezogen, um ihren Parteifreund Volker Bouffier sowie die Kandidaten der umliegenden Wahlkreise Manfred Pentz, Karin Wolff (Darmstadt) und Lutz Köhler (Weiterstadt) im Wahlkampf zu unterstützen. Am Sonntag (28.) wird in Hessen gewählt. Hessens CDU-Generalsekretär Manfred Pentz, der aus Groß-Zimmern stammt, hatte die Kanzlerin nach Dieburg in seinen Heimatwahlkreis geholt.

„Das ist die mächtigste Frau der Welt, und ich hätte sie fast anfassen können“, zeigt sich ein Zuhörer angesichts des hohen Besuchs beeindruckt. „Und wie sie so winkt und lächelt wirkt sie richtig locker, wie eine von uns“, findet seine Begleiterin. „Schade, dass sie gerade so viel Stress in Berlin hat.“

Auf der Bühne kommt die Kanzlerin am Dienstag rasch zur Sache und spricht genau diesen Punkt an: Sie wisse, dass man in Berlin derzeit „keine gute Figur“ abgebe. Aber Hessen sei nicht Berlin, „und wir werden am Sonntag in Hessen auch nicht gewählt“, wird die Kanzlerin deutlich und wendet sich an das Publikum: „Sie wählen die Zukunft Ihres Heimatlandes!“ Es sei geradezu paradox, die Hessenwahl nutzen zu wollen, um Berlin „eins auszuwischen“. Hessen werde gut regiert, und so solle es auch bleiben. „Das ist gut für Sie und ganz Deutschland“, betont Merkel. Jeder müsse sich fragen, was gut für ihn selbst sei. Da könne es nur eine Antwort geben. „Der Sonntag ist Ihr Tag, Sie stellen am Sonntag die Weichen für Ihr Leben.“

Merkel schlägt auch einen Bogen zum Thema Diesel. Sie wolle sich dafür einsetzen, dass Menschen, „die sich in gutem Glauben so ein Auto gekauft haben, dieses auch weiter nutzen können“. Zur Beteiligung der Autobauer an Kosten für eine Umrüstung sagte sie, „hart mit der Industrie verhandeln“ zu wollen. Es sei nicht einzusehen, dass „in Amerika Milliarden gezahlt werden“, hierzulande aber wegen der Umrüstungskosten ein „Riesentheater“ gemacht werde. Frankfurt und Darmstadt seien Pendlerstädte, die Menschen sollten auch in Zukunft ihr Auto für die Arbeit nutzen können. Fahrverbote schwächten den Mittelstand.

Volker Bouffier hatte in seiner Rede zuvor vor einem Linksruck in Hessen gewarnt. Damit sei der Absturz des Landes programmiert. Die SPD habe sich leider nicht eindeutig gegen ein Bündnis mit der Linkspartei positioniert – „so wie wir das mit der AfD gemacht haben“, hatte der Ministerpräsident betont. Am Sonntag „wollen wir so stark werden, dass auch die nächste Regierung eine CDU-geführte ist“.

 

Zum 100. gratuliert sogar Angela Merkel

 

Elisabeth Blank aus Dieburg feiert am Tag des Kanzlerinnen-Besuchs Geburtstag / Blumen und persönliche Worte

 

Elisabeth Blank, flankiert von Dieburgs CDU-Vorsitzender Melanie Wehrle sowie Wolfgang Schupp, hat am Dienstag ihren 100. Geburtstag gefeiert - sogar Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel hat der Seniorin persönlich gratuliert. Merkel war an jenem Tag in der Dieburger Römerhalle zu Gast - das wollte sich CDU-Mitglied Blank natürlich nicht entgehen lassen. Dafür habe sie sogar ihre Feier verschoben, hatte sie zuvor erzählt. In ihre Rede vor rund 550 Zuhörern in der Römerhalle bezieht Angela Merkel die Jubilarin sogar ein: „Als sie geboren wurde, da tobte noch der erste Weltkrieg“, so die Kanzlerin. Sogar zwei Weltkriege habe Blank miterlebt. „Das Leben von Frau Blank ist alles andere als einfach gewesen.“ Daher wisse gerade sie als Zeitzeugin, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit sei, und gerade deswegen dürfe Hass keine Chance erhalten.

Fit fühle sie sich, hatte Blank zuvor erzählt. Aufgeregt, die Kanzlerin zu treffen, sei sie aber nicht: „Es ist nicht das erste Mal, dass ich Angela Merkel treffe“. Bereits 1994 habe sie ihr die Hand geschüttelt, damals war Merkel allerdings noch Bundesministerin für Frauen und Jugend. Von dieser Begegnung habe ihr die Jubilarin berichtet, so die Kanzlerin zu Beginn ihrer Rede. „`Allerdings war ich da noch nicht 100 und Sie noch nicht Bundeskanzlerin´, hat sie gesagt“, so Merkel. Blank ist übrigens seit 1954 Mitglied der CDU – in jenem Jahr wurde Angela Merkel geboren.

 

aktualisiert von Frederik, 06.01.2019, 18:59 Uhr

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